schlaflos in moskau

Monday, November 24, 2008

Jetzt hat er mich wieder fest im Griff, der Versetzungsstress. Nachts liege ich mit weit geöffneten Augen und wirrem Blick im Bett und probiere verzweifelt, die To-do-Liste aus dem Kopf zu verbannen! Mutatationsmeldung, Meldung über das Beziehen und Verlassen einer Unterkunft, Meldung 25, Adressänderung an Versicherung, Bank, Freunde und Post, Abholung des Luftfrachtgepäcks und Separierung desjenigen vom Reisegepäck, was wiederum zu vielen Fragen führt: lohnt es sich, die heissgeliebten aber eigentlich durchgelatschen Sommerpumps neu besohlen zu lassen, so dass sie mich noch eine Station begleiten können? Ob’s wohl in Damas chice Schuhe gibt? Wohl eher nicht… Spielt eigentlich keine Rolle, sind ja unter der Djellabah eh nicht ersichtlich… Sorry, schlechter Scherz.  Papa Mario weiss jedenfalls was ihn erwartet, wenn plötzlich 25 Kamele vor seiner Haustür stehen! ;-)

Versenden der Weihnachtskarten, Wohnung putzen, erwarte schliesslich noch mehrmals Besuch (ich werde mich beim Badezimmerspiegel besonders bemühen) und mein Gott, Christmasshopping! Kommt dazu, dass die Russen zum Jahreswechsel alle nach St.Moritz, Zermatt und Davos wollen, weshalb Dezember der arbeitsintensivste Monat des Jahres ist. Rückbestätigung der Flugdaten, Übermittlung des Passantrags (das wäre dann Pass Nr. 4 innheralb von 2 Jahren!) und wo zum Teufel ist eigentlich hier der Kodakshop mit den schweizerpasskonformen Fotos con fondo claro? Misma quadra enfrente de la Embajada a través de Av. Santa Fa…? Et voilà, bin wohl etwas verwirrt, ein bisschen Yoga zur Entspannung vielleicht? Hab’s versucht, jetzt sind beide Schultern taub, Bürogummikrankheit und weit und breit keine Mabel in Sicht! Hilfe, ich brauche Schlaaaaaf!!

and afterwards: damaskus

Friday, November 14, 2008

next stop: prague

Monday, November 10, 2008

nothing lasts forever

Wednesday, November 5, 2008

Dies ist mir in den letzten Tagen schmerzlich bewusst geworden. Gar nicht so einfach, mit Änderungen im Leben klarzukommen, der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstierchen. Die Ist-Situation ist meist die Einfachste, wir kennen sie, schätzen sie (falls nicht, sind wir hoffentlich schon lange zu neuen Ufern aufgebrochen) und idealerweise entspricht sie dem Way of Life, den wir uns wünschen.

Blöd nur, wenn auf einmal äussere, meist unbeinflussbare Faktoren dieses gemütliche Ist, in dem wir uns doch so pudelwohl gefühlt haben, unverhofft über den Haufen werfen. Dann werden wir gezwungen (nach der Schonzeit, welche uns das Umfeld gnädigerweise zwecks Verdauung von Schock, Schmerz oder ähnlichen negativen Gefühlen zugesteht), neue Wege einzuschlagen. Dies ist ja nun auch nicht so schlecht, wird uns doch so, mag’s auch zu Beginn als ungerecht und ungewollt erscheinen, sowas wie eine 2. Chance gewährt, wir können nochmals ganz von Vorne beginnen und dieses Mal alles viel besser machen! Dies jedenfalls aus Sicht der Positivdenker, zu welchen ich mich zähle.

Fazit: dass alles mal ein Ende hat (jaja, ausser die Wurst natürlich) ist doch Grund genug, den Augenblick, ohne Rücksicht auf die Zukunft und schon gar nicht auf die Vergangenheit, umso mehr zu geniessen! Wir wissen schliesslich nie, wann’s vorbei ist. Oder anders gesagt, stecken wir blöderweise gerade in einer eher unerfreulichen Situation, freuen wir uns doch trotzdem, denn sie hat bald ein Ende!